Als Azubi ins Ausland! - Erfahrungsberichte

 

 

Vom "Mercure Hotel Hannover" ins "Novotel Edinburgh"

Lea Boehme berichtet von ihrem Auslandspraktikum in Schottland

Das Praktikum

Um Auslandserfahrungen zu sammeln, habe ich die große Chance genutzt, innerhalb der Ausbildung ein Praktikum im Ausland zu machen. Vom 10.-28.7.2017 habe ich im Novotel Center in Edinburgh gearbeitet. Allerdings war im Vorfeld viel Initiative nötig bei der Suche, Bewerbung, Planung und Organisation. Zum Glück hatte ich gute Unterstützung von der IHK Hannover, die mir ein Stipendium bei Erasmus+ Lernen in Europa vermittelt hat. Dafür musste ich ein Bewerbungsverfahren und einen Englischtest bestehen. Meine Unterkunft habe ich mir über Airbnb selbst gesucht.

Das Novotel Edinburgh Center

Das 4**** Novotel Center in Edinburgh ist ein modernes Hotel  im Zentrum von Edinburgh. Es hat 180 Zimmer und 4 Tagungsräume. Es verfügt über eine große moderne Lobby, ein Restaurant, eine Bar, Sauna, Pool mit Whirlpool und einen Fitnessraum. Die schönen, modernen Zimmer kosten in der Hauptsaison 150-500 Pfund und werden hauptsächlich von Touristen gebucht. Die Gäste sind international, neben Europäern gibt es viele amerikanische Reisegruppen.  Das Team im Hotel ist sehr jung und ebenfalls international. Die Mitarbeiter wechseln häufig. Arbeitserfahrung zählt hier mehr als eine Ausbildung, die es dort gar nicht gibt.

Meine Arbeitserfahrungen

Zu Beginn des Praktikums wurde ich vom Hotelmanager Matt Brett sehr herzlich begrüßt und in das Team eingeführt. Mir wurde alles gezeigt und ich habe einen Arbeitsplan für die drei Wochen erhalten. Dieser sah vor, dass ich die erste Woche an der Rezeption, die zweite Woche in der Reservierung und in der dritten Woche in der Buchhaltung und der Rezeption arbeiten sollte.

Meine Tätigkeiten an der Rezeption haben sich im Prinzip nicht groß unterschieden von denen in Deutschland. Da das Hotel aber gerade im Sommer meistens von Touristen aus aller Welt gebucht wird, hat man auch die Aufgabe eines Reiseführers und muss viel Auskunft geben über die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten. Dieses Wissen musste ich mir schnell aneignen. Was jedoch anders ist, ist, dass Papier nur im Ausnahmefall benutzt wird, alles geht digital – nichts wird ausgedruckt, alles wird digital bearbeitet oder verschickt In den Abteilungen Buchhaltung und Reservierung habe ich viel Neues gelernt. Es war daher sehr interessant, hier zu arbeiten und einen Einblick zu bekommen. Dieser Bereich hat mir am meisten Spaß gemacht und hier habe ich auch am meisten gelernt, was ich hier in Deutschland gut anwenden kann.

Fazit

Insgesamt war das Praktikum in Edinburgh eine großartige Erfahrung. Ich habe viel gelernt: fachlich, sprachlich und menschlich. Da meine Kollegen in Edinburgh ihren Beruf alle "by doing" gelernt haben, weiß ich jetzt auch, was eine gute Ausbildung wert ist. Ich bin dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte und kann nur empfehlen, selbst mal im Ausland zu arbeiten!

 

Lea Boehme

 

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Birte (19) berichtet über ihren Auslandsaufenthalt während ihrer kaufmännischen Ausbildung bei der Mahr GmbH

Während meiner Ausbildung zur Industriekauffrau bei der Mahr GmbH in Göttingen kann ich die verschiedensten Abteilungen eines Unternehmens kennenlernen, wie zum Beispiel den Einkauf, die Buchhaltung, Personalabteilung oder auch das Logistik-Center.

In einer ganz besonderen „Abteilung“ durfte ich von März bis Mai arbeiten, nämlich in der „Sales und Service“ –Abteilung bei Mahr U.K. Jedes Jahr hat ein Azubi die Möglichkeit, nach England oder Frankreich zu reisen, um dort zahlreiche Erfahrungen in unseren Niederlassungen vor Ort sammeln zu können. Während meiner Zeit in Milton Keynes durfte ich eigenständig an einem Projekt arbeiten, bei dem ich den alten Lagerbestand verkaufen und verschicken sollte. In einem fremden Land mit einer anderen Sprache war dies vorerst eine Herausforderung für mich, aber schnell merkte ich, dass dieses Projekt persönlich und sprachlich eine große Bereicherung für mich war. Zudem wurde mir der Ablauf bei Bestellungen oder Reparaturaufträgen gezeigt. Es war sehr interessant, einen gleichartigen Prozess in zwei verschiedenen Ländern zu sehen. Nicht nur das Arbeiten in einem anderen Umfeld hat mir viel Spaß gemacht, sondern auch die Wochenendausflüge nach London, die ich mit neu gewonnenen Freunden machte, habe ich sehr genossen.